FAQs: Häufig gestellte Fragen zu Hormonost® für Milchkühe

1. Was ist Hormonost® – wie funktioniert es?

Antwort:

Es ist ein raffinierter Progesteron Schnelltest nach dem Prinzip des Enzym-Immuntest (EIA). Die Basis für den Test ist eine gekoppelte biochemische Reaktion über drei Stufen mit Progesteron. Auch wenn es nicht schaden würde, der Benutzer muß den komplizierten Mechanismus dieser Reaktionen nicht voll verstehen. Er braucht nur die relativ einfachen Handgriffe in der Bedienungsanleitung auszuführen. Die Handhabung und insbesondere die Ablesung des Ergebnisses (in ng/ml!) wird mit dem Kleingerät Hormonost®-Microlab weiter vereinfacht, was eine Steigerung des ohnehin zuverlässigsten Progesteronschnelltests Hormonost® bedeutet.   

2. Können die Ergebnisse des Tests durch klimatische Bedingungen wie z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Höhenlage beeinflusst werden?

Antwort:

Ja, aber das ist in der Testanleitung berücksichtigt. Der Benutzer wird von einem exakten, illustrierten Protokoll durch den Test geführt. Wer sich daran hält, bekommt trotz allem annähernd 100% richtige Ergebnisse, was die An- oder Abwesenheit eines Gelbkörpers anbetrifft.

3. Erkennt Hormonost® auch Trächtigkeiten bei Kühen?

Antwort:

Ja, das ist eine der möglichen Anwendungen, bei unseren Kunden sogar die beliebteste. Die Voraussetzung für die Richtigkeit einer Trächtigkeitsaussage wird in der Broschüre zum Test beschrieben. Hier hat die „Frühträchtigkeitsuntersuchung“ drei Wochen nach einer Besamung große Bedeutung. Dieser Ausdruck wurde von uns, d.h. Dr. K.-I. Arnstadt und Biolab, geprägt und hat inzwischen Eingang in die Fachsprache gefunden.

Eine spätere Trächtigkeitsuntersuchung per Milchtest Hormonost, z.B. am Tag 42 zu machen, ist möglich, aber ab der 7. Woche, das ist ab Tag 42 wird auch die manuelle tierärztliche Diagnose als relativ zuverlässig angesehen und daher empfohlen.

4. Was sind (a) die Vorteile und (b) die finanziellen Aspekte  der Hormonost® Methode im Vergleich zu anderen Methoden.

Antwort:

a) Der Hauptvorteil ist die um einen Zyklus verkürzte Zwischenkalbezeit gegenüber einer Trächtigkeitsuntersuchung um den Tag 30 (Ultraschall oder PAG-Test). Progesteronschnelltests anderer Hersteller und offenbar auch unprofessionelle, selbstgestrickte Tests von Universitäts-Instituten tun sich da schwer, weil sie häufig falsch anzeigen – und damit die Vorteile des Prinzips verspielen. Es wurde von 20–30% falsch positiven Ergebnissen am Tag 20/21 berichtet, für die gerne die weit akzeptierte Erklärung „Embryonentod“ in Anspruch genommen wird.

b) Ein einziges Umrindern, das mit Hormonost erkannt und zur Nachbesamung genutzt wird, bedeutet wegen der eingesparten Zwischenkalbezeit von 21 Tagen ein Nutzen von 80–130 EUR (Deutschland, 2008). Weitere Vorteile sind weniger (unnötige) Besamungen pro Trächtigkeit und eine Verlängerung der Nutzungsdauer, da kaum mehr Kühe wegen Fruchtbarkeitsstörungen vorzeitig abgehen müssen.

5. Was kann Hormonost®-Microlab Farmertest mehr als der visuelle Test Hormonost Milch?

Antwort:

Der Benutzer wird im Dialog mit dem Gerät sicher durch den Test geführt. Das senkt die Hemmschwelle und der Benutzer tut sich leichter. Anfangsfehler werden vermieden. Die Zuverlässigkeit ist mess- und kontrollierbar; sie ist häufig schon mit dem ersten Probelauf hinreichend gut.

Das Microlab-Ergebnis als Zahlenwert in ng/ml ist eindeutiger als die Beurteilung von Farben. Der Landwirt oder Tierarzt weiß dann genau, was mit der Kuh los und was er zu tun hat.

 


Unterschleissheim, 13.01.2010                                         Dr. Klaus-Ingo Arnstadt